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Die Marktsituation der Automotive-Zulieferer

Die Automotive-Industrie durchläuft seit Jahren große strukturelle Veränderungen. Im Automobilsektor erforderte der Kundenwunsch nach größerer Vielfalt von Fahrzeugen und Ausstattungsvarianten eine Flexibilisierung der Herstellung. Darauf reagierten die Hersteller mit der verstärkten Modularisierung von Fertigungseinheiten. Die Entwicklung und Montage ganzer Module (z.B. Achssysteme, Frontends) wurde auf Zulieferer übertragen. So wurde das Zuliefersystem insgesamt tiefgreifend restrukturiert. Es kam zur Bildung von integrierten Zuliefersystemen und der Konzentration auf wenige Modul- oder Systemlieferanten. Die Anzahl der direkten Zulieferer wurde dadurch deutlich reduziert. Es entstand eine hierarchische Zuliefererpyramide mit einem großen Fundament von Teile-Zulieferern.

Steigende Qualitätsanforderungen und immer kürzere Produktzyklen stellen zunehmend besondere Anforderungen an die Innovationsfähigkeit der gesamten Wertschöpfungskette. Als Folge der Globalisierung entstand gerade in jüngerer Zeit ein erheblicher Preisdruck auf die Hersteller, den diese an ihre Zulieferer weitergegeben haben. Verstärkte Auslandsverlagerungen von Produktionsstätten waren die Folge.

Allgemein wird von einem weltweit erheblichen Wachstum des Zulieferermarktes ausgegangen – ausgelöst durch ein Fahrzeug-Nachfragewachstum aus Schwellenländern, eine Zunahme der wertmässigen Fahrzeug-Ausstattung sowie die rückläufige Eigenfertigung und Eigenentwicklung der Automobilhersteller. Vor allem Outsourcing von Fertigungs- und Entwicklungsleistungen der Autohersteller wird dabei mehr denn je Wachstumstreiber im Zulieferermarkt sein und die Bedeutung von Netzwerken und Kooperationen innerhalb der Branche nachhaltig erhöhen. Es wird ein Rückgang der durchschnittlichen Fertigungstiefe der Automobilhersteller von aktuell noch 35 % auf 23 % im Jahre 2015 erwartet.

Die Bahnindustrie folgt der Entwicklung im Automobilsektor mit zeitlichem Nachlauf. Die Internationalisierung des Wettbewerbs hat im Schienenverkehr die Privatisierung der europäischen Staatsbahnen und die europaweite Ausschreibung von Leistungen des ÖPNV erbracht. Mit der Aufgabe der geordneten Marktstrukturen entsteht so ebenfalls ein Preiswettbewerb der Leistungsanbieter, der letztendlich auch die Hersteller des Verkehrsmittels und ihre Zulieferer einbezieht.