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Aktuelle Herausforderungen der Zulieferer in Südwestfalen

Die Probleme der  Automotive-Zulieferer in Südwestfalen sind auch im Jahr 2015 kaum anders, als vor 10 Jahren. Vor allem Preis- und Kostendruck setzen den Unternehmen auch im Jahr 2015 weiter zu, denn der Einkauf des Hauptkunden ist immer noch  preisgetrieben. Hohe Kostentransparenz, Vorleistungsforderungen oder immer mehr entpersonalisierte, internetgestützte Vergabeverfahren unterstützen diesen Trend. KMU setzen jedoch häufig auf den Bereich Qualität, Schnelligkeit und flexible Problemlösungen und können daher dieser Entwicklung oft nicht gerecht werden. Kurzfristig denkende Einkäufer oder entpersonalisierte Vergaben sind daher Gift für mittelständische Zulieferer, die ihre Stärken vornehmlich durch persönliche vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Fachabteilungen ausspielen können.

Ebenso schwierig ist es für KMU, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten. Der Fachkräftemangel steht weiterhin im Fokus. Mit größeren Unternehmen besteht ein regelrechter Kampf um Talente und Fachkräfte. Die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt, das Arbeitskräfteangebot dagegen sinkt fortwährend. Es fehlen vor allem Ingenieure und qualifizierte Mitarbeiter. 

Eine weitere große Herausforderung ist die Verlagerung der Produktion der Kunden ins Ausland und in diesem Zusammenhang auch die Globalisierung. Die Lokalisierungsquote der Hersteller im Ausland erhöht sich und so wächst auch der Druck auf die Zulieferer vor Ort zu sein, um weiterhin im Vergabeprozess berücksichtigt zu werden. Aufgrund des stagnierenden europäischen Automobilmarktes und der zunehmend globalisierten Produktionsstrukturen der Hersteller wird daher ein Auslandsengagement für die mittelständischen Automobilzulieferer immer wichtiger. Somit wird der Druck für die Zulieferer-KMU erhöht, sich ebenfalls ins Ausland zu orientieren um dort zu produzieren. Für Just in Time- (JIT) und Just in Sequence- (JIS) Lieferungen ist die regionale Integration der Zulieferer  ein wichtiger Aspekt für die Hersteller. Dies gilt insbesondere für Tier 1 Zulieferer, die als Systemlieferanten ganze Baugruppen direkt an die Automobilhersteller liefern. Vor allem die Regionen NAFTA (USA, Kanada, Mexiko) und China  sind mögliche Länder für Auslandsaktivitäten für KMU . Eine größere Zahl der südwestfälischen Zulieferer sieht diese Globalisierungstrends als besondere Herausforderung an.

Weiterhin stellen bürokratische Hürden die Automotive-Zulieferer vor Herausforderungen. Vor allem aufwändige Dokumentations- und Kontrollpflichten der OEM erschweren die Arbeit der KMU.

Quelle: IHKs Arnsberg, Hagen und Siegen; Die Automotive-Industrie in Südwestfalen, Arnsberg 2016