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Mit klimafreundlichen Fahrzeugen in die Zukunft 

„Wir müssen jetzt die volle Wiederanlauffähigkeit herstellen“, sieht Dr. Stefan Sommer, Volkswagen-Konzernvorstand für Komponenten und Beschaffung als vorrangiges Ziel der gesamten Automobilbranche. Er stand rund 200 in einer Videokonferenz zugeschalteten Unternehmen zu den Strategien des VW-Konzerns Rede und Antwort. Die IHKs Arnsberg, Hagen und Siegen hatten gemeinsam mit dem Automotive Netzwerk Südwestfalen dazu eingeladen.

Dr. Sommer lobte die Zulieferer als „vorbildlich und gut organisiert“ im Umgang mit der Corona-Krise. „Wir haben mit der Unterstützung aller Lieferanten […] nicht ein einziges Auto aufgrund der Wertschöpfungsketten verloren.“, betonte der Vorstand auch im Hinblick auf andere hart von der Corona Krise betroffene Länder.

Perspektivisch stelle sich der VW-Konzern der notwendigen digitalen Transformation auf allen Ebenen. Im Mittelpunkt stehe die Entwicklung vollvernetzter Fahrzeuge auf der Basis elektrischer Plattformen, was in letzter Konsequenz bis hin zum autonomen Fahren führe. „Unsere Kunden erwarten von uns, dass wir ihnen in unseren Produkten neue digitale Funktionen und Technologien anbieten“, so Dr. Sommer, der VW auf dem Weg vom Hardware- zum Software Konzern sieht. Analog zu Smartphones, die ihr Betriebssystem automatisch updaten, sollen auch Autos künftig „over the Air“, also auch nach Gebrauchsbeginn effizienter und sicherer werden. Sommer führte beispielsweise Upgrades von Assistenzsystemen an.

Der VW Konzern stehe zum Pariser Klimaabkommen und habe sich deshalb eine emissionsfreie Flotte im Jahr 2050 zum Ziel gesetzt. „Zu diesem Stichtag sollten alle sich im Straßenverkehr befindlichen Fahrzeuge der VW-Markenfamilie emissionsfrei fahren“. Um dieses Ziel zu erreichen, werde die letzte Verbrenner-Plattform konzernweit voraussichtlich im Zeitraum 2025-2027 entwickelt, stellte Dr. Sommer in Aussicht. Daraus erschließe sich die Notwendigkeit der elektrischen Transformation, wobei die batterietechnologischen Antriebsart die wichtigste Rolle einnehme. Sie weise im Vergleich zu anderen Antriebskonzepten einen deutlich höheren Reifegrad vor und erreiche somit eine bessere Effizienz.

Parallel werde man auch die Produktion decarbonisieren. Damit gehe eine Umstellung der Wertschöpfungskette auf erneuerbare Energien einher, führte der VW-Manager weiter aus. Auch aus kaufmännischer Sicht sei die elektrische Transformation relevant: „Wir fangen an, unsere Produkte in ihrem Ergebnisbeitrag nach CO2 zu betrachten“, merkte Dr. Sommer an. Er verwies hierbei auf die EU-Richtlinie, die ein Nichteinhalten der CO2-Grenzwerte mit hohen Strafen sanktionieren werde. „Über die Geschäftsziele hinweg wird eine Motivation da sein, die wir in der Wertschöpfungskette in Richtung Nachhaltigkeit treiben“, skizzierte Dr. Sommer die gemeinsame Entwicklung des VW Konzerns mit den Zulieferern. Perspektivisch werde man ein Sustainability-Rating einführen, das sich auf Augenhöhe mit Qualität, Technologie und Systembedeutung der Zulieferer bewegen werde.

„An der Elektromobilität führt in Zukunft kein Weg vorbei.“ Davon ist auch Prof. Dr. Andreas Nevoigt, Leiter des Labors für Fahrwerkstechnik an der Fachhochschule Südwestfalen, überzeugt. Er stellte im Rahmen der Veranstaltung eine neue Studie zu den Auswirkungen der Elektromobilität auf die Automobilzulieferer in Südwestfalen vor. Die Studie beschreibt die zu erwartenden technologischen Veränderungen, die unterschiedlichen Strategien der Fahrzeughersteller und mögliche Auswirkungen auf die Automobilzulieferindustrie in Südwestfalen. Damit bietet sie eine wertvolle Orientierung, wenn es darum geht, Weichenstellungen in der Zulieferindustrie vorzunehmen.

Nevoigt appellierte, die relevanten Rahmenbedingungen in den Hauptabsatzmärkten ständig zu beobachten, um Produkte rechtzeitig anpassen und Märkte erschließen zu können. Nur wer frühzeitig die Weichen für die Zukunft stellt, kann von den Marktchancen profitieren.

 


Mit neuen Produkten die Zukunft der Mobilität gestalten

Die Entwicklungsleiter von Schaeffler und Kirchhoff Automotive haben am 9. Oktober 2019 in einer Veranstaltung des Automotive Netzwerk Südwestfalen Einblicke in ihre Zukunftsstrategien gegeben. Gemeinsam mit Vertretern von KOSTAL und HELLA wurden Weichenstellungen im Zeichen des Klimawandels diskutiert.

„Wie schnell verändern sich die Märkte und welche Komponenten werden für die Autos der Zukunft benötigt? Das war eine der zentralen Fragen, die SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat in seiner Begrüßung zur Veranstaltung „Kurswechsel – Automobilindustrie im Umbruch“ aufwarf. Die Innovationsgeschwindigkeit in der Automobilindustrie war noch nie so hoch und sie nimmt weiter zu. In diesem Punkt waren sich Prof. Dr. Tim Hosenfeldt, Leiter Innovation und Zentrale Technologie bei der Schaeffler AG in Herzogenaurach und Prof. Christoph Wagener, Leiter Forschung und Produktentwicklung bei der Kirchhoff Automotive GmbH, einig. Zum einen ist in der aktuellen Klimaschutzdebatte deutlich geworden, dass der CO2-Ausstoß im Verkehrssektor seit 1990 nicht gesunken, sondern um 2 Prozent gestiegen ist. Damit nimmt der gesellschaftliche Druck zu. Andererseits gelten ab dem Jahr 2021 die neuen Flottengrenzwerte der EU von im Schnitt maximal 95 g CO2/km für alle neu zugelassenen Pkw. Diese Grenzwerte lassen sich mit Verbrennermotoren nicht mehr erreichen.

Leichtbau verliert an Bedeutung
Elektromotoren arbeiten mit einem deutlich höheren Wirkungsgrad als Benzin- und Dieselmotoren. Das hat Auswirkungen auf den Leichtbau. Während in den letzten Jahren der Fahrzeugleichtbau immer ein zentrales Thema war, wenn es um Kraftstoffeinsparungen ging, nimmt die Bedeutung beim Elektrofahrzeug deutlich ab. Prof. Wagener verdeutlichte, dass die CO2-Einsparung bei einer Gewichtsreduzierung um 100 Kilogramm beim Elektrofahrzeug nur ein Drittel beträgt im Vergleich zu einem Pkw mit Benzinmotor. „Leichtbau verliert bezüglich des Aspektes der Reduktion des CO2-Ausstoßes bei Elektrofahrzeugen an Bedeutung“, betonte Prof. Wagener. Es gebe allerdings eine Reihe von technologischen Gründen, die weiterhin für Leichtbau sprechen. „In Zukunft wird der Fokus noch stärker auf einem kostengünstigen, ganzheitlichen und systemischen Leichtbau liegen“, so Wagener.

Neue Antriebe für die Zukunft
Auf einen breiten Antriebsmix setzt die Schaeffler AG. Das Unternehmen geht davon aus, dass die weltweite Fahrzeugproduktion von 95 Mio. Fahrzeugen im Jahren 2017 auf 117 Mio. Fahrzeuge im Jahr 2030 wachsen werde. Im gleichen Zeitraum werde der Anteil der Fahrzeuge mit Verbrennermotoren von 95 Prozent auf 30 Prozent sinken. Nach diesem Szenario werde der Anteil der reinen Elektrofahrzeuge im Jahr 2030 bei etwa 30 Prozent und der Anteil der Hybridfahrzeuge bei 40 Prozent liegen. Prof. Hosenfeldt betont: „Ich bin mir sicher, dass wir eine Vielfalt an Antriebskonzepten in der Zukunft haben werden.“ Nach seiner Einschätzung werden sich batterieelektrische Fahrzeuge für kurze Strecken und der Wasserstoffantrieb für lange Strecken durchsetzen. Die Schaeffler AG geht in ihrer Strategie zweigleisig vor: Einerseits werden bestehende Produkte und Prozesse kontinuierlich verbessert und andererseits werden völlig neue Technologien erschlossen.

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CO2 ist die neue Währung in der Automobilindustrie

VW-Strategiechef Michael Jost stellte Zukunftsstrategie in der SIHK vor

Die Automobilzulieferer in Südwestfalen müssen sich auf gravierende Veränderungen einstellen. Der VW-Konzern richtet seine Strategie auf batterieelektrisch betriebene Autos aus und möchte künftig CO2-neutrale Fahrzeuge ausliefern. Das kann nur gelingen, wenn auch die Automobilzulieferer ihre Produktion klimaneutral umbauen.

Volkswagen meint es ernst mit dem Klimaschutz. Das wurde bei der Veranstaltung „Kurswechsel – Automobilindustrie im Umbruch“ am               9. Mai 2019 in der SIHK deutlich. SIHK-Präsident Ralf Stoffels konnte rund 200 Unternehmensvertreter begrüßen, die der Einladung des Automotive Netzwerk Südwestfalen und der drei Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Hagen und Siegen gefolgt waren.

Gastreferent Michael Jost, Strategiechef für den Pkw-Bereich des VW-Konzerns mit einem Dutzend Fahrzeugmarken von Audi, Skoda, Porsche bis zu Bugatti, hat angekündigt, dass im Jahr 2026 die letzte Verbrennerplattform im VW-Konzern an den Start gehe. Er erläuterte, warum der Ausstieg aus der Verbrennertechnologie notwendig sei. Dabei stellte er die klimapolitische Verantwortung des Unternehmens in den Mittelpunkt. Der Pkw-Bereich des VW-Konzerns habe einen Anteil von 1 Prozent am weltweiten CO2-Ausstoß. Diesen Anteil möchte Volkswagen bis zum Jahr 2050 auf Null reduzieren. Nur so lasse sich das Ziel einer CO2-neutralen Gesellschaft und die angestrebte Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad realisieren.

Zulieferer sollen C02-neutral produzieren
Volkswaren schafft mit der neuen Plattform für Elektrofahrzeuge MEB nicht nur eine Basis für die vielen Marken des VW-Konzerns, sondern möchte die MEB-Plattform auch für Dritte öffnen. Ziel ist es, mit der Schaffung eines Betriebssystems für die Elektromobilität einen Standard zu setzen. Jost appellierte an die Vertreter der Zulieferindustrie: „Das Geschäftsmodell der Zukunft funktioniert nur dann, wenn wir es gemeinsam machen.“

Fahrzeugarchitektur ändert sich
Die Elektromobilität ist nicht nur ein Thema für Zulieferunternehmen, die sich mit dem Antriebsstrang beschäftigten. Die Fahrzeugarchitektur wird sich ändern, da die Batteriezellen in der Regel im Fahrzeugboden zwischen den Achsen angebracht werden und der Elektromotor wesentlich weniger Platz benötigt als ein Verbrenner. Außerdem fallen die Abgasanlage und Getriebekomponenten weg. Prof. Nevoigt, Leiter des Labors für Fahrwerkstechnik an der Fachhochschule Südwestfalen, geht davon aus, dass sich das Purpose Design, also die Gestaltung des Fahrzeugs in Abhängigkeit von der Antriebsquelle, durchsetzen wird. Damit entstehen neue Karosseriestrukturen für Elektrofahrzeuge.

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Automotive Netzwerk Südwestfalen zu Gast bei KABELSCHLEPP

Die TSUBAKI KABELSCHLEPP GmbH in Wenden-Gerlingen war am 8. Juni 2017 Gastgeber im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Supplier meets Supplier“. Das im Jahr 1954 gegründete Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Energieführungsketten. 

Vor Ort begrüßte Jens Stadter, Vice President Cable Carrier Systems, die Teilnehmer und gab einen interessanten Überblick über die Unternehmensaktivitäten. KABELSCHLEPP fertigt mit 620 Mitarbeitern Energieführungsketten sowohl für den Maschinenbau als auch für den Automobilbereich. Klassische Anwendungen der oft kundenspezifisch gefertigten Produkte sind Werkzeugmaschinen, Krananlagen, Industrieroboter, Hochsee-Ölbohrplattformen oder die Raumfahrt. Im Automobilbereich kommen Systeme von KABELTRAX, der Automotive-Division der TSUBAKI KABELSCHLEPP Gruppe, überall dort zur Anwendung, wo eine sichere Energieführung zu beweglichen Bauteilen gefragt ist. Dazu gehören zum Beispiel Sitzsysteme, elektrische Schiebetüren, Heckklappen, Lenksäulen und Schiebedächer. KABELSCHLEPP gehört zur japanischen TSUBAKI-Gruppe, die mit etwa  8.000 Mitarbeitern weltweit 1,7 Mrd. Euro Umsatz erzielt.

Im Rahmen eines Impulsvortrags erläuterte Jörg Schulz, Vice President Production, wie das Thema „Industrie 4.0“ bei KABELSCHLEPP umgesetzt wird. Zunächst wurde die technische Infrastruktur ausgebaut und alle Produktionshallen mit WLAN ausgestattet. Die Mitarbeiter haben jetzt an jedem Ort im Betrieb Zugriff auf alle relevanten Daten, die sie zum Beispiel über Tablets abrufen können. Die verschiedenen, teils parallelen EDV-Systeme im Unternehmen - von der Unternehmensleitebene bis zur Fertigungsebene - wurden miteinander verbunden. Die hohe Transparenz ermöglicht eine Optimierung der Prozesse und führt zu Kosteneinsparungen. Schritt für Schritt soll die Fertigung zu einem selbstlernenden System weiterentwickelt werden. Die Zukunftsvision geht dahin, dass Produktionsaufträge via Internet direkt vom Kunden ausgelöst werden und selbstständig ihren Weg durch die Produktion finden.  

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Automotive Netzwerk Südwestfalen zu Gast bei der Wilhelm Alte GmbH

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Supplier meets Supplier“ waren Mitglieder des  Automotive Netzwerk Südwestfalen am 30. März 2017 zu Gast bei der Wilhelm ALTE GmbH in Plettenberg. Vor Ort wurden die Netzwerkmitglieder von Geschäftsführer Frank Schmidt begrüßt, der die eindrucksvolle Entwicklung des Familienunternehmens präsentierte. Mit 80 Mitarbeitern bietet das Unternehmen auf ca. 8.000 qm Produktionsfläche die Wärmebehandlung von Massenteilen aus Stahl- und NE-Metallen sowie von Werkzeugen an. Dabei kommen innovative Verfahren wie z.B. die Lasertechnologie zum Einsatz. Das Laserstrahlhärten ermöglicht eine nahezu verzugsfreie Wärmebehandlung. Außerdem können Werkzeuge mittels eines 3D-Laserscanners schnell erfasst und im Rahmen des Laserauftragsschweißens korrigiert werden. Ein weiteres Geschäftsfeld ist der Bau von Industrieöfen, insbesondere Förderband- und Drahtdurchziehöfen.

Im Rahmen eines Impulsvortrags hat Stefan Lieberwirth, Teamleiter QS/Metallurgie, die steigenden Bauteilanforderungen aus der Automotive-Industrie skizziert und ist auf die Organisation der Auftragsbearbeitung eingegangen. Er betont, dass die Wärmebehandlung schon in der Projektphase berücksichtigt werden sollte. Hier bietet ALTE Unterstützung bei der Produktentwicklung.

Beim Betriebsrundgang bekamen die Teilnehmer interessante Einblicke in die Prozesse und die eingesetzten Technologien. Anschließend nutzten sie die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.  

Die nächste Veranstaltung in der Reihe „Supplier meets Supplier“ findet am 8. Juni 2017 bei der Tsubaki Kabelschlepp GmbH in Wenden statt. Interessierte können sich bei Dirk Hackenberg, Tel. 02331 390 206, E-Mail: hackenberg@hagen.ihk.de anmelden.

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Automotive Netzwerk Südwestfalen zu Gast bei SCHROTH Safety Products

Die SCHROTH Safety Products GmbH in Arnsberg war am 24. November 2016 Gastgeber im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Supplier meets Supplier“. Das Unternehmen ist Weltmarktführer für Sicherheitsgurte in der zivilen Luftfahrt. Außerdem produziert SCHROTH seit vielen Jahren Sicherheitsgurte für den Motorsport und versteht sich als Problemlöser für spezielle Nischenanwendungen, z.B. bei militärischen Bodenfahrzeugen. Auch bei gurtintegrierten Airbagsystemen ist SCHROTH technologisch führend. Das Unternehmen gehört heute zum japanischen TAKATA-Konzern, der sich auf Insassenschutz-Systeme spezialisiert hat und weltweit 48.000 Mitarbeiter beschäftigt

Vor Ort begrüßte Geschäftsführer Martin Nadol die Teilnehmer und gab einen interessanten Überblick über die Unternehmensaktivitäten. SCHROTH fertigt mit 136 Mitarbeitern Sicherheitsgurte und Rückhaltesysteme. Beim Betriebsrundgang wurde deutlich, dass die Produktion von Kleinserien und Produkten für besondere Anwendungen einen hohen Anteil spezialisierter Mitarbeiter und manueller Tätigkeiten erfordert. Durch den kontinuierlichen Ausbau der Entwicklungsaktivitäten ist es SCHROTH gelungen, immer neue Marktsegmente zu erschließen.

Im Automobil- und Rennsportbereich setzen nahezu alle etablierten Hersteller auf SCHROTH-Gurte, wenn es um besondere Anforderungen geht. So finden sich Vier- und Fünfpunktgurte in exklusiven Kleinserien wie dem Bugatti Veyron, dem Porsche GT 3 oder GT 4 oder den Supersportwagen von Lamborghini und McLaren. Auch in der Formel 1 vertraut z. B. Sebastian Vettel auf Sicherheitsgurte aus dem Hause SCHROTH. Ebenso werden Fahrer der deutschen Tourenwagenmeisterschaft und der amerikanischen NASCAR Rennserie mit Gurten von SCHROTH gesichert. Welche besonderen Anforderungen für Fahrzeugteile im Rennsport bestehen, erläuterte vor Ort Thomas Mühlenz, Manager Motorsport Programs bei SCHROTH.

Das größte Absatzsegment des Unternehmens stellt der Luftfahrtbereich dar. Ob Lufthansa, Air Berlin oder Etihad Airways – viele etablierte Fluggesellschaften vertrauen bei der Sicherheit auf SCHROTH-Produkte. Aber auch in Helikoptern oder in besonderen Flugzeugen wie der Air Force One des amerikanischen Präsidenten finden sich Sicherheitsgurte aus Arnsberg-Neheim. Mit einem ultraleichten Sicherheitsgurt für den Flugzeugbau ist SCHROTH derzeit Innovationsführer.

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Automotive Netzwerk Südwestfalen zu Gast bei der Otto Fuchs KG

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Supplier meets Supplier“ haben Mitglieder des Automotive Netzwerk Südwestfalen am 8. September 2016 interessante Einblicke in die Produktion der Otto Fuchs KG in Meinerzhagen erhalten. Vor Ort wurden die Teilnehmer von Dr.-Ing. Bernd Velten, Leiter Technischer Vertrieb und Marketing, sowie von Stefan Laartz, Leiter Personalentwicklung, begrüßt, die die beeindruckende Entwicklung des Unternehmens präsentierten und einen Überblick über das Produktspektrum gaben.

Die Otto Fuchs KG ist Weltmarktführer für geschmiedete Pkw-Räder und Fahrwerksteile. Auch bei geschmiedeten Flugzeugrädern und präzisions-geschmiedeten Flugzeugfensterrahmen hat das südwestfälische Familienunternehmen eine führende Position inne. Zu den in der Öffentlichkeit bekanntesten Produkten gehören wahrscheinlich die Fuchsfelgen, die bereits in den 60er Jahren auf dem Porsche 911 verbaut wurden. Mittlerweile setzen nahezu alle europäischen Fahrzeughersteller im Premiumsegment auf Felgen von Otto Fuchs. Zum Produktspektrum im Automotive-Bereich gehören darüber hinaus Achs- und Lenkungsteile, Verdichterräder für Turbolader oder auch stranggepresste Karosserieprofile und ABS-Gehäuse.

Am Standort Meinerzhagen beschäftigt die Otto Fuchs KG 2750 Mitarbeiter. Hier werden pro Jahr – neben anderen Produkten - 700.000 Räder hergestellt. Insgesamt gehören etwa 9000 Mitarbeiter zur Unternehmensgruppe.

In einem Impulsvortrag konnte Dr. Velten eindrucksvoll darlegen, welche Vorteile geschmiedete Aluminiumräder – z.B. im Vergleich zu Aluminium-Gussrädern – haben. Die Schmiederäder bieten einen Gewichtsvorteil von 15 bis 20 Prozent gegenüber den Gussrädern. Sie haben dadurch einen positiven Einfluss auf die Fahrdynamik und führen zu einer Kraftstoff- und CO2-Einsparung. Die Gewichtsersparnis trägt dazu bei, dass CO2-Strafsteuern, die den Automobilherstellern bei Überschreitung bestimmter Grenzwerte drohen, gegebenenfalls gemindert oder vermieden werden können. Außerdem zeichnen sich geschmiedete Räder aufgrund ihrer Materialstruktur durch höhere Sicherheitsreserven im Mißbrauchsfall aus.

Im Rahmen eines Betriebsrundgangs haben die Teilnehmer Einblicke in die Fertigungsverfahren Schmieden, Strangpressen und Ringwalzen bekommen. Anschließend fanden die Teilnehmer Gelegenheit sich auszutauschen. 

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Automotive Netzwerk Südwestfalen zu Gast bei der VIA Oberflächentechnik

Auf großes Interesse ist die Einladung des Automotive Netzwerk Südwestfalen zur VIA Oberflächentechnik GmbH nach Lennestadt-Grevenbrück gestoßen. Die Anforderungen an die Sauberkeit von Bauteilen in der Automobilindustrie steigen. Damit entsteht ein zunehmender Bedarf an Feinreinigung. Standardreinigungsverfahren reichen oftmals nicht mehr aus. Die VIA Oberflächentechnik hat sich hier spezialisiert und betreibt ein Feinreinigungszentrum. 

Im Rahmen der Veranstaltung „Supplier meets Supplier“ am 12. Mai 2016 hat Werner Schmidt, Geschäftsführer der VIA Oberflächentechnik GmbH, sehr eindrucksvoll das Leistungsspektrum des Unternehmens dargestellt. Schmidt erläuterte, dass der Trend zum Downsizing, bei dem Bauteile immer kleiner, aber gleichzeitig leistungsfähiger werden, zu besonderen Anforderungen an Präzision und Sauberkeit führen. Zunehmend werde die Sauberkeit vom Hersteller reglementiert. Als Beispiele für besondere Ansprüche nennt er Einspritzsysteme sowie ABS-Systeme und Fahrerassistenzsysteme. Bei letztgenannten sind besonders die verbauten Kameras durch entsprechende Gehäuse zu schützen. Partikel, die dem Durchmesser eines Haares entsprechen, könnten schon zu Fehlfunktionen führen. Die VIA Oberflächentechnik setzt verschiedene hochmoderne Reinigungsverfahren für unterschiedliche Werkstücke ein. Neben der Feinreinigung stehen auch Anlagen für die Feinstreinigung (Partikelgröße < 50 µm) zur Verfügung. Derzeit arbeiten 160 Mitarbeiter bei der VIA Oberflächentechnik für ca. 200 Unternehmen aus der Automotive-Industrie. Täglich werden etwa 2400 Behältnisse mit Werkstücken bewegt.

Bei der Besichtigung des Feinreinigungszentrums der VIA Oberflächentechnik bekamen die Teilnehmer interessante Einblicke in die Prozesse und die eingesetzten Technologien. Anschließend bestand die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.  

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Automotive Netzwerk Südwestfalen zu Gast bei HERA

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Supplier meets Supplier waren Mitglieder des Automotive Netzwerk Südwestfalen kürzlich zu Gast bei der HERA - Herm. Rahmer GmbH & Co. KG in Kirchhundem, einem der ältesten Industriestandorte Südwestfalens.

Vor Ort wurden die Teilnehmer von Thomas E. Schulmeister, Geschäftsführer des Unternehmens, begrüßt, der einen Überblick über das Produktspektrum und die Entwicklung des Unternehmens gab.

HERA blickt auf eine 125-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Das Unternehmen entwickelt und produziert mit ca. 70 Mitarbeitern ein breites Spektrum an Metallprodukten. Insbesondere wenn es um das Halten, Sichern und Bewegen geht, sind Produkte von HERA gefragt. Dabei gehören Haken für Gepäcknetze und Produkte zum Fixieren von Sitzen und Kindersitzen ebenso zum Produktspektrum wie Schließbügel für die Motorhaube, die Türen oder den Kofferraumdeckel. Im KFZ-Interieur sorgen HERA-Produkte für angenehmes Sitzen oder optimalen Sonnenschutz. Eine große Vielfalt an Produkten sowohl für die Fahrzeugindustrie als auch für die Elektroindustrie und die Bauzulieferindustrie werden mittels Biegetechnik, Stanzbiegetechnik und Kaltumformtechnik hergestellt.

Im Rahmen einer ausführlichen Betriebsführung wurde den Teilnehmern die moderne Fertigungstechnik erläutert. Außerdem hat Ralf Müller, Prokurist und kaufmännischer Leiter bei HERA, einen interessanten Vortrag zum Thema Personalpolitik gehalten.

Anschließend fanden die Teilnehmer ausführlich Gelegenheit sich auszutauschen. Der Themenkreis war spannend und vielfältig. So wurde Industrie 4.0 ebenso diskutiert wie die welt-und volkswirtschaftlichen Turbulenzen und die Situation im Umgang mit der Einwanderungswelle in Bezug auf Mindestlohn und Personalpolitik.

Die nächste Veranstaltung in der Reihe „Supplier meets Supplier findet am 18.11.2015 bei der Kompetenzzentrum Fahrzeug Elektronik GmbH (KFE) in Lippstadt statt. Interessierte können sich bei Dirk Hackenberg, Tel. 02331 390 206, E-Mail: hackenberg@hagen.ihk.de anmelden.

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Automotive Netzwerk Südwestfalen zu Gast bei Metoba

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Supplier meets Supplier“ waren Mitglieder des Automotive Netzwerk Südwestfalen am 26. März zu Gast bei der Metoba Metalloberflächenbearbeitung GmbH in Lüdenscheid. Vor Ort wurden die Netzwerkmitglieder vom geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Sven Hering begrüßt, der die eindrucksvolle Entwicklung des Familienunternehmens präsentierte.

Metoba ist als Dienstleister für viele namhafte Unternehmen der Automobil-zulieferindustrie, wie zum Beispiel Continental, Delphi, Kostal oder Hella tätig. Aber auch zahlreiche mittelständische Zulieferunternehmen aus Südwestfalen gehören zum Kundenkreis.

Einen fundierten Einblick in das Leistungsspektrum des Unternehmens vermittelte Georg Tillmann, Leiter technischer Vertrieb bei Metoba. Dabei ging er vor allem auf ressourceneffiziente galvanische Edelmetallbeschichtungen im Automotive-Bereich ein. Insbesondere bei sicherheitsrelevanten Bauteilen der Fahrzeugelektronik setzen viele Automobilhersteller auf Edelmetallbeschichtungen wie z.B. Gold und Silber, um die Funktionalität von Bauteilen dauerhaft zu sichern. Ein Beispiel hierfür sind Airbagzünder, die auch nach vielen Jahren noch zuverlässig funktionieren müssen.  

Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer beim Betriebsrundgang von der fortschrittlichen Fertigungstechnik. Komplexe und hochautomatisierte Anlagen sind Beleg für das große Prozess-Know-how des Unternehmens, das weiterhin expandieren wird. Gleichzeitig wurde deutlich, wie sich das Berufsbild der Mitarbeiter im Bereich der Galvanik in den letzten Jahren gravierend verändert hat. Das Motto „Veredeln in Perfektion“ des Firmengründers ist inzwischen ein vollautomatisierter Prozess, Oberflächenbeschichter und Metoba blicken in eine „glänzende“ Zukunft.
    

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26.03.2015/Dirk Hackenberg

 

Automotive Netzwerk Südwestfalen zu Gast bei MENNEKES

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Supplier meets Supplier“ hatte das Automotive Netzwerk Südwestfalen am 5. November 2014 zur MENNEKES Elektrotechnik GmbH & Co. KG nach Kirchhundem eingeladen. Vor Ort wurden die etwa 30 Netzwerkmitglieder vom geschäftsführenden Gesellschafter Christopher Mennekes begrüßt, der die eindrucksvolle Unternehmensentwicklung präsentierte. Das Familienunternehmen ist als Weltmarktführer für Industriesteckvorrichtungen mit Tochtergesellschaften und Vertretungen in mehr als 90 Ländern präsent und beschäftigt weltweit etwa 1.000 Mitarbeiter. Mit der Entwicklung des MENNEKES-Ladesteckers Typ 2 für Elektro¬fahrzeuge ist es dem Unternehmen gelungen, zu einem Pionier der Elektromobilität zu werden. Im Jahr 2014 ist der MENNEKES-Ladestecker Typ 2 von der EU-Kommission zum Standard für Elektroautos in ganz Europa empfohlen worden. Damit hat sich der Mittelständler aus dem Sauerland gegen internationale Konzerne durchgesetzt.

Das Geschäftsfeld Elektromobilität gliedert sich bei MENNEKES in zwei Bereiche: Der Geschäftsbereich MENNEKES Solutions bietet innovative Ladesysteme für den öffentlichen, halböffentlichen und privaten Bereich sowie Infrastrukturkomponenten und Ladekabel. Als Feature der neuen Heimladestation AMTRON®  hat MENNEKES aktuell eine App entwickelt, mit der sich der Kunde bequem aus der Ferne via Smartphone oder Tablet über den Ladezustand seines Fahrzeugs informieren und wichtige Abrechnungs¬daten ablesen kann. Als zweite Elektromobilitätseinheit unter dem Dach der MENNEKES Gruppe bedient der Bereich MENNEKES Automotive das Automobilzuliefer-Geschäft. In kurzer Zeit ist diese Geschäftseinheit zu einem wichtigen Entwicklungspartner und Lieferanten für nahezu alle deutschen Automobilhersteller geworden. Auch TESLA und VOLVO gehören zum Kundenkreis.

Interessante Einblicke in die Entwicklung der Elektromobilität vermittelte vor Ort Volker Lazzaro, Geschäftsführer der MENNEKES Elektrotechnik GmbH & Co. KG. Lazzaro bezeichnet das Auto der Zukunft als eine „Batterie auf Rädern“. Elektrofahrzeuge sind für ihn nicht nur mit einem neuen Fahrzeugbau, der zum Beispiel ohne Verbrennungs¬motoren und Getriebe auskommt, verbunden, sondern sie erfordern auch den Aufbau einer neuen Infrastruktur und sind ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. Elektrofahrzeuge bieten Speicherkapazitäten, die dringend für die Energiewende gebraucht werden. Damit werden sie zu einem Beschleuniger für den Aufbau intelligenter Stromnetze und einem ökologischen Umbau der Energieversorgung. 

Lazzaro geht davon aus, dass die Zahl der Elektrofahrzeuge in den nächsten Jahren deutlich zunehmen wird. Eine Kostendegression bei steigender Batterieproduktion kann dazu ebenso beitragen wie der Ausbau der Infrastruktur und Fördermaßnahmen für die Elektromobilität. Außerdem erfordert insbesondere die zunehmende Motorisierung in den Megacities der Welt neue, klimaschonende Mobilitätskonzepte. Hier kann die Elektromobilität einen entscheidenden Beitrag leisten. 
 

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07.11.2014/Dirk Hackenberg

 


  

Kompetenzzentrum Fahrzeugelektronik soll Elektromobilität voranbringen     

Rund 26 Mio. € investieren Land NRW,  EU und heimische Unternehmen in zwei Kompetenzzentren der Automotive-Kompetenzregion Südwestfalen. In Lippstadt steht die Fahrzeug-Elektronik, in Attendorn der Leichtbau im Vordergrund.

Innerhalb von 2 Wochen kam Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger gleich zweimal als „Glücksbote“ nach Südwestfalen, um Fördermittelbescheide für den Aufbau der Kompetenzzentren in Höhe von 14,6 (in Attendorn) und 5,8 Mio. € (in Lippstadt) persönlich zu überreichen.  Mit dem Kompetenzzentrum Fahrzeug-Elektronik (KFE) entsteht in Lippstadt eine hochmoderne Forschungs- und Entwicklungsstätte für die Automobilzuliefer-Branche. Unternehmen und Hochschulen sollen hier künftig gemeinsam an den Technologien von morgen tüfteln und dabei insbesondere die Herausforderung wechselnder Spannungen im Elektroauto – 400 Volt beim Antrieb, 12 Volt bei der Innenbeleuchtung – zu lösen. Initiator ist das Technologiezentrum CARTEC. Hier wurde das Konzept mit den Unternehmen, der Hochschule Hamm-Lippstadt und der Fachhochschule Südwestfalen entwickelt.

Wie man Fahrzeuge künftig gewichtssparend bauen kann, ohne auf die für den Insassenschutz wichtige Materialsteifigkeit zu verzichten, wollen Hochschulen, Institute und Unternehmen in Attendorn im Kreis Olpe  ermitteln. Die Elektromobilität steht künftig im Vordergrund und liefert ein gutes Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit zwischen den beiden Zentren aussehen kann: Ein Elektromotor muss anders im Fahrzeug untergebracht werden als ein Verbrennungsmotor. Beim Bau von Karosserieteilen muss deshalb berücksichtigt werden, wo und wie die elektrischen Leitungen entlangführen. Bei diesen Fragen können sich künftig die Karosseriespezialisten aus Attendorn mit den Elektronikexperten aus Lippstadt schnell austauschen.

„Die beiden Entwicklungszentren sind Bestandteile des Regionale-Projekts „Automotive Kompetenzregion Südwestfalen“, sollen eng miteinander kooperieren und so Südwestfalen als wichtigen Standort der Automobilzuliefer-Branche auch in Zukunft etablieren“, sagte Wirtschaftsminister Voigtsberger in Lippstadt. Durch die Auszeichnung als Projekt der Regionale 2013 war der Zugang zu den Fördermitteln möglich gemacht worden.

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